FÜR TRAUERNDE KINDER,
JUGENDLICHE UND DEREN
FAMILIEN

PRESSESPIEGEL
Lichtblick TAK.e.V.

Presseartikel überLichtblick-TAK e.V.

> Heilbronner Stimme, 17.05.2011

Lebensbejahend und energetisch

>> Artikel als PDF-Download

> Zappelino, Februar 2011

Wenn Kinder trauern

>> Artikel als PDF-Download

> Heilbronner Stimme, 21.12.2010

C&A spendet 4000 Euro für guten Zweck

An wen sollte man zu Weihnachten Geld spenden? Die Kunden von C&A Heilbronn haben sich in einer Umfrage entschieden. Ergebnis: über Schecks in Höhe von jeweils 2000 Euro können sich der Verein Lichtblick für trauernde Kinder und das Frauen- und Kinderschutzhaus freuen. Frank Wanner, Leiter der Filialen Kaiserstraße und Klosterhof, überbrachte die Spende. „Wir freuen uns sehr, den Verein Lichtblick und das Frauen- und Kinderschutzhaus unterstützen zu können, weil sich diese vorbildlich einsetzen und unsere Hilfe gut gebrauchen können“, sagte Wanner. Die Spende der C&A-Niederlassung in Heilbronn ist Teil einer bundesweiten Aktion des Modehauses. Alle 475 Filialen des Unternehmens in Deutschland spendeten je 2000 Euro an unterschiedlichste soziale Einrichtungen. Insgesamt kamen so fast eine Million Euro zusammen. Ausschließlich lokale Akteure wurden mit Spenden bedacht. Erstmals hatte C&A bei der weihnachtlichen Spendenaktion Kunden um Vorschläge gebeten. Ein Sprecher der Modekette begründet: „Unsere Kunden kennen die Bedürfnisse der Menschen in ihrer Region besser als eine Unternehmenszentrale dies jemals kann.“

> Neckar-Express, 01.12.2010

Über eine Spende von 1500 Euro freuen durfte sich Hannelore Weber für den Verein Lichtblick-TAK e.V. Der Verein hilft den Kindern und Jugendlichen, die ein Eltern- oder Geschwisterteil durch Tod verloren haben, ihren individuellen Trauerweg zu finden und wieder Hoffnung zu schöpfen. Eine Arbeit, die jetzt von Claudia Kestler und einer Gruppe von rund 90 Mitstreiterinnen mit einem Spendenscheck anerkannt wurde. Die engagierten Damen organisieren unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Kochendorf zweimal pro Jahr einen Second-Hand-Bazar „Rund ums Kind“ in der Bad Friedrichshaller Lindenberghalle, der sich überaus großer Beliebtheit erfreut. Ein mittlerweile auf insgesamt rund 5000 Euro angewachsener Erlös kam jetzt in Form von einzelnen Spendenbeiträgen unter anderem Kindergärten in der Region, dem Verein Lichtblick-TAK e.V. und der Aidshilfe Unterland zugute. (tawe)

> Neckarexpress, 14. 07.2010

„Wir freuen uns über die Treue von Inner Wheel“, so Hannelore Weber, Vorsitzende des Vereins Lichtblick-TAK e.V. Am vergangenen Mittwoch fand erneut eine Scheckübergabe in Höhe von 1000 Euro von Inner Wheel an Lichtblick-TAK statt. Zum zweiten Mal unterstützt Inner Wheel mit einem Kleiderbazar den Verein, der Kinder, aber auch Erwachsenen, die einen geliebten Menschen verloren haben, einen geschützten Raum bietet, um ihre Trauer zu bewältigen. Inner Wheel ist eine Frauenorganisation, die aus rund 40 Mitgliedern besteht und im März dieses Jahres gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, gemeinnützige Projekte zu unterstützen. „Für uns ist die Pflege der Freundschaft und eine internationale Verständigung sehr wichtig.“ (bma)

> Heilbronner Stimme, 15.03.2010

Hilfe für trauernde Kinder

Der Heilbronner verein Lichtblick-TAK ist Anlaufstelle für junge Menschen und deren Familien

Von Dörthe Thimm

THERAPIE Niemand spricht gerne über Tod und Trauer. Nur allzu gerne werden diese Themen vermieden. Jeder verarbeitet seinen Schmerz auf seine Art und Weise. Doch wer über das obligatorische Trauerjahr hinaus noch nicht über den Verlust eines lieben Menschen hinweg gekommen ist, stößt bei manchen Mitmenschen auf Unverständnis. Gerade bei jungen Menschen besteht das Vorurteil, sie kämen schnell über den Schmerz hinweg. Doch dem ist nicht so. Hannelore Weber, Vorsitzende des Vereins Lichtblick-TAK in Heilbronn engagiert sich besonders für diese jungen Trauernden.
„Kinder sind im Vergleich zu Erwachsenen hilfloser. Auch sie brauchen eine Insel, wo sie sich niederlassen können“, spricht Hannelore Weber. Während sich Erwachsene Unterstützung in Selbsthilfegruppen suchen könnten, gebe es für Kinder und Jugendliche kaum die Möglichkeit, öffentlich über ihre Gefühle zu sprechen. Laut Weber erfahren Kinder zwar anders, aber genauso intensiv den Trauerschmerz. Deshalb sei es auch so wichtig, ihnen diesen zuzugestehen.
2006 wurde der Verein für Trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien, kurz TAK, ins Leben gerufen. Hannelore Weber, Gestalttherapeutin und Trauerbegleiterin, hatte zusammen mit Rita Kinner, stellvertretende Vereinsvorsitzende, einst die Idee dazu. Der Vereinssitz liegt neben dem Hauptbahnhof in Heilbronn strategisch gut, ist aber wegen der Größe der beiden Räume eher Übergangslösung. Hier können junge Menschen im Alter von sieben bis vierzehn Jahren, die mit dem Tod konfrontiert wurden, in Gruppen, telefonisch oder in Einzelgesprächen über ihre Erfahrungen sprechen – unabhängig vom Zeitpunkt des Verlustes.
Die Gruppen bestehen aus maximal sechs Personen und sind nach Alter der Betroffenen und Art ihres Verlustes (Mütter-, Vater- oder Geschwisterverlust) eingeteilt. Ziel sei es, den Trauernden wieder neue Kraft und auch Lebensfreude zu vermitteln.
Meist seien es Mütter, die den Erstkontakt über das Telefon herstellen. Anschließend werde gemeinsam mit dem Kind entschieden, welches der beste Weg für es ist. Allerdings weist Hannelore Weber darauf hin, dass die Zusammenarbeit nur einen Sinn mache, wenn zuvor offen über heikle Themen im Elternhaus gesprochen werden konnte. Außerdem sollen die Betroffenen feiwillig kommen, denn alles solle ohne Zwang geschehen, und zwar von der ersten Minute an.
Bislang wurde das Angebot sehr gut aufgenommen. Jetzt beginnen wieder neue Gruppen für Geschwister-, Mütter- und Vätertrauer. Wer also noch einen „Lichtblick“ sucht, wird hier auf jeden Fall fündig.

> Neckar-Express, 03.03.2010

2000 Euro hat die Spielgerätefirma Heinzmann aus Schwäbisch Gmünd-Degenfeld dem Heilbronner Verein Lichtblick-TAK gespendet. Die Junior-Chefin Eva-Maria Heinzmann ließ es sich nicht nehmen, den Scheck persönlich zu überreichen. „Gerade für uns als Hersteller von Spielgeräten ist es ein Anliegen, auch an die Kinder zu denken, die in Trauer sind.“ Die Firma Heinzmann möchte dazu beitragen, dass der Verein bald das Ziel umsetzen kann, einen Bewegungsraum einzurichten. Hannelore Weber, Vorsitzende von Lichtblick-TAK, freut sich ganz besonders, dass in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten solch ein Betrag den Kindern zugute kommt.

> Neckarexpress, 10.02.2010

Erstes Benefizkonzert zugunsten von „Lichtblick-TAK e.V.“

Mit Musik durch das Tal der Trauer

Von Tanja Weilemann

Heilbronn – Es war ein Projekt, das gleich bei der Premiere großen Anklang fand: Der Heilbronner Verein „Lichtblick-TAK“ lud am vergangenen Sonntag ins Schießhaus zu seinem ersten Benefizkonzert ein. Der Verein gibt Kindern und Jugendlichen, die einen Geschwister- oder Elternteil durch Tod verloren haben, einen geschützten Raum, um sich auszusprechen und die Trauer zu verarbeiten. „Wenn wir bei der Musik bleiben wollen, kann man sagen, wenn jemand zu uns kommt, ist er etwas verstimmt“, erläutert Hannelore Weber, Vorsitzende des Vereins. „Es gibt viele Wege, um wieder in Einklang zu kommen – die Musik kann einer davon sein. Schließlich gab und gibt es auch viele Musiker, die so durch das tiefe Tal der Trauer gingen“, so ihre bewegenden Worte.
Musikalisch bewegt hat vor allem das 2008 entstandene Chorprojekt „TonArt“, das sich bereit erklärt hat, bei diesem Benefizkonzert das Publikum zu unterhalten. Die allesamt sehr jungen Musiker haben sich über den Kammerchor des Mönchseegymnasiums gefunden und stammen zum Großteil aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn. Beim Auftritt im Schießhaus sind auch Solisten der Musikhochschule Stuttgart dabei. Das Chorprojekt unter der Leitung von Hans-Cornelius Weber greift zurück auf einen festen Pool an Sängern und Sängerinnen, die so stetig in Verbindung stehen und die – je nach Terminabsprache – in unterschiedlicher Besetzung ihre Auftritte absolvieren.
Umso erstaunlicher ihre Harmonie und ihr Können: Von der Einstimmung mit Felix Mendelssohns „Frühlingsahnung“ und „Die Nachtigall“ über Franz Schuberts „Die schöne Müllerin“, Hugo Distlers „Feuerreiter“ und Robert Schumanns „Zigeunerleben“, präsentieren die jungen Sänger/innen Werke der Romantik, die unter die Haut gehen. Oliver Pürckhauer (Bass) begeistert mit Robert Schumanns „Die beiden Grenadiere“ sowie Werken von Carl Loewe.
In den Abend entlassen werden die begeisterten Besucher mit Robert Schumanns „Gute Nacht“ und Johannes Brahms „In stiller Nacht“. Für Hannelore Weber und ihre Vereinsmitglieder ist schon jetzt klar: „Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist fest eingeplant“.

> Heilbronner Stimme, 09.02.2010

Musik für Seele und Herz

Der junge Kammerchor TonArt begeistert beim Benefizkonzert zugunsten des Vereins Lichtblick-TAK im Schießhaus

Von Monika Köhler

Heilbronn Es ist nicht leicht, einen Menschen zu verlieren. Doch Musik kann trösten. Zumal, wenn sie auf so berührende Weise geboten wird wie vom Kammerchor TonArt im Schießhaus, der sich aus rund 40 jungen Sängerinnen und Sängern aus dem Stadt- und Landkreis zusammensetzt. „Wer Zeit hat, singt mit. Und die, die Zeit hatten, sind heute da“, sagt TonArt-Chorleiter Hans-Cornelius Weber.

Benefiz für die Trauerarbeit Erst zum vierten Mal tritt der 2008 von dem 22-jährigen Musikstudenten Weber gegründete und geleitete Jungchor öffentlich auf. Und besitzt beim Benefizkonzert zugunsten des Vereins Lichtblick-TAK, der trauernden Kindern, Jugendlichen und deren Familien Hilfe bei der Trauerarbeit bietet, doch schon so viel Disziplin und gesangliches Können, wie man es bei Laienchören eher selten erlebt.

Exakt getroffenen Halbtöne Ein bewegender Streifzug durch die Romantik führt im Quartett zu Felix Mendelssohns „Frühlingsahnung“ und lässt mit dem diesmal 15-köpfigen Ensemble die „Nachtigall“ mit dynamischen Schwingungen erschallen. Akzentreich werden zart schimmernde gegen volltönende Passagen im „Abschied vom Walde“ gesetzt.
Und mit klarer Artikulation erzählt der Chor von Robert Schumanns „Schmied“, rhythmisch den Hammerschlag nachahmend, und vom „traurigen Jäger“, bei dem die Halbtöne exakt getroffen werden.
Beeindruckend auch Hugo Distlers vergleichsweise modernes „Um Mitternacht“, bei dem mit gehaltenem Ton farbreich die Schatten ineinander greifen. Dass sich die jungen Sänger dem alten Liedgut mit solcher Hingabe verpflichtet fühlen, ist ebenso erfreulich wie das sichtbare gute Verhältnis zum Dirigenten, der den Chor mit dezenten sprechenden Gesten lenkt.
Auch die vielfältige Gestaltung des Abends gefällt: bieten neben den Chorsätzen doch Gäste von der Musikhochschule Stuttgart ansprechende Soli. Mit feiner Struktur sorgen Roger Gehrig (Tenor) und Timm Roller (Gitarre) für intimes Salon-Ambiente, während Tenor Philipp Nicklaus zu Webers Klavierbegleitung mit fast schon lyrischer Strahlkraft und Oliver Pürckhauer (Bass) mit dunkel-samtiger Tiefe überrascht.

Ein stiller Abendsegen Dicht liegen Freud und Leid mit Schumanns „Zigeunerleben“ mit Shihono Higa am Flügel und Distlers sakraler „Traurigen Krönung“ beieinander, bevor sich Brahms’ „In stiller Nacht“ wie ein Abendsegen auf Herz und Seele legt.

> Neckarexpress, 25.11.2009

Auch der Inner Wheel Club Heilbronn tut Gutes: Kinder, die einen nahen Angehörigen durch Tod verloren haben, werden oft in ihrem Schmerz allein gelassen. Häufig wird von der Umwelt nicht wahrgenommen, dass sie ihren Trauerprozess – genauso wie die Erwachsenen – durchmachen. Der Verein Lichtblick-TAK unterstützt diese Kinder, mit ihrer Trauer fertig zu werden. „Wir finden die Arbeit des Vereins sehr wichtig und wollen sie gerne unterstützen.“ Mit diesen Worten überreichte Sabine Herzberger, Präsidentin des Inner Wheel Clubs Heilbronn, vergangene Woche einen Scheck über 1000 Euro an die TAK-Vorsitzende Hannelore Weber. Das Geld nahm der Club bei einem Basar mit dem Verkauf von gut erhaltener Damenoberbekleidung im Juni ein. Inner Wheel gehört mit über 100.000 Mitgliedern in über 100 Ländern der Erde zu den größten internationalen Frauenvereinigungen und Wohltätigkeitsclubs.

> Echo am Sonntag, 15.11.2009

Leichtigkeit und Schmerz

Lichtblick-TAK e.V. bietet Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum zum Trauern

Von Rainer Kury

ANFANGS fällt den Kindern das Ritual extrem schwer. Das Anzünden der Kerze, die in eine mit Wasser gefüllte Schüssel gebettet wird. Das Aussprechen des Verlusts eines geliebten Menschen – des Vaters, der Mutter oder eines Geschwisters. Im Kreis um die Lichter sitzend, beginnt so jedes Gruppentreffen beim Verein „Lichtblick-TAK für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien“ in der Heilbronner Bahnhofstraße. „Der Verlust steht immer im Raum, zunächst sehr intensiv“, sagt Vereinsvorsitzende Hannelore Weber. Je länger die Kinder die von ihr und drei weiteren ehrenamtlichen Betreuerinnen geleiteten Gruppen besuchten, desto mehr spiele der Alltag – Schule oder Hobbys – eine Rolle bei den Gesprächsthemen.

DARÜBER reden, was einen bewegt. Erinnerungen aufarbeiten, beispielsweise durch das Basteln einer Aufbewahrungskiste für Gegenstände des Verstorbenen, oder geselliges Beisammensein – dafür bietet der Verein derzeit 14 Trauernden zwischen fünf und dreizehn Jahren einen geschützten Raum. Weber: „Lange Zeit war die Vorstellung verbreitet, dass ein Kind die Trauerphase überwunden habe, wenn es wieder fröhlich sein kann.“ Ein Trugschluss, denn im Gegensatz zu Erwachsenen könnten Kinder einfach den Schalter umdrehen. „Von Leichtigkeit und Heiterkeit zu Trauer und Schmerz – und umgekehrt.“ Diese Fähigkeit sei enorm wichtig. „Kinder brauchen das Lebendige, um sich zu entwickeln. Sonst würden sie depressiv.“

IM MÄRZ 2007 starteten die ersten beiden von inzwischen vier Gruppen. Knapp ein Jahr zuvor hatte Gestalttherapeutin und Trauerbegleiterin Hannelore Weber mit sieben Mitstreitern den Verein aus der Taufe gehoben. „Davor gab es keine vergleichbare Einrichtung im Heilbronner Raum“, sagt die 57-jährige Neuenstädterin. In Seminaren habe sie oft von Lehrern und Erzieherinnen den Wunsch einer entsprechenden Anlaufstelle vernommen. „Ein Lehrer sagte zu mir: Man ist hilflos, kann den Kindern nichts anbieten.“

EINZIGARTIG ist das breit gefächerte Angebot von Lichtblick-TAK noch immer in der Region. Die telefonische Beratung von Schulsozialpädagogen, Lehrern und Eltern sowie Einzelgespräche mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen bilden inzwischen den Großteil der ehrenamtlichen Arbeit. Rund 30 Wochenstunden investieren Hannelore Weber und Vereins-Vize Rita Kinner in den täglichen Telefondienst, die Beratungs- und Gruppenarbeit. In Kürze verstärkt eine pensionierte Psychotherapeutin das TAK-Team. Der Verein ist komplett auf Spenden angewiesen, erhält keinerlei öffentlichen Gelder. „Es ist wichtig, genügend Sponsoren zu haben. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, einen weiteren Raum anzumieten, möchten wir zugreifen können“, sagt Hannelore Weber. Denn mittelfristig sollen Gruppen für Kinder und Eltern unter einem Dach angeboten werden.
Insgesamt 4.500 Euro erhielt der Verein für den Wettbewerb „Echt gut – Ehrenamt in Baden-Württemberg“ im Januar. Und: „Durch den Preis wurde in der Öffentlichkeit registriert, dass es uns gibt.“

DIE TRAUERNDEN selbst entscheiden, wie lange sie die Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Einzig die beiden Pilot-Gruppen sollen Ende 2009 auslaufen. Weber: „Das wird schwierig.“ Ein wenig einfacher fällt den Kindern mittlerweile das Kerzenanzünden. „Sie sagen: Es tut nicht mehr so weh.“

> Neckar-Express, 28.10.2009

Dass Vergnügen und Benefiz sich nicht gegenseitig ausschließen, bewies am vergangenen Wochenende die Weinbruderschaft Heilbronn. Im Rahmen ihrer monatlich stattfindenden Weinprobe, die sich dieses Mal dem Themenschwerpunkt „große deutsche Früh- und Spätburgunder“ verschrieben hatte, konnte Bruderschaftsmeister Karl-Ernst Schmitt dem Verein Lichtblick-TAK für TrAuernde Kinder und deren Angehörige einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro überreichen. Weitere zweimal 500 Euro werden 2010 und 2011 folgen. TAK-Vorsitzende Hannelore Weber, die den Damen und Herren der Weinbruderschaft die Arbeit des Vereins näher erläuterte, freute sich über die erhaltene finanzielle Unterstützung und das Interesse an Lichtblick-TAK.

Der Verein mit Sitz in der Bahnhofstraße 30 bietet Kindern und Jugendlichen, die Mutter, Vater oder ein Geschwisterteil durch Tod verloren haben, einen geschützten Raum, um sich in kleinen Gruppen unter professioneller Betreuung auszusprechen und die erlebte Trauer zu verarbeiten (Infos: www.lichtblick-tak.de). „Freude und Trauer sind zwei bestimmende Aspekte in unserem Leben, wobei Letzteres in unserer Gesellschaft immer noch stark tabuisiert wird“, so Hannelore Weber. Der Freude und dem Genuss widmeten sich die Anwesenden anschließend bei der Weinprobe und einem ausgewählten Käsebüfett. Seit ihrer Gründung 1991 pflegt die Weinbruderschaft Heilbronn getreu ihrem Leitspruch „zu Ehren des Weines“ den kultivierten Weingenuss. Eines der herausragenden Ziele ist die Pflege und der Erhalt des Kulturgutes Wein sowie die Sensibilisierung der interessierten Verbraucher für den Wein als natürlich hergestelltes Produkt. Zu den weiteren Zielen der Bruderschaft, die aktuell rund 50 (männliche und weibliche) Mitglieder zählt, gehört die Unterstützung sozialer Einrichtungen, insbesondere Institutionen, die bedürftigen Kindern helfen. (tawe)

> Heilbronner Stimme, 19.01.2009 von Volker Knopf

Ehrenpreis für Verein Lichtblick-TAK

Auszeichnung durch Ministerpräsident Günther Oettinger – Festliche Gala im Neuen Schloss

Stuttgart/Heilbronn Es war ein glanzvoller Abend am Freitag im Neuen Schloss in Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger übergab die Ehrenamtspreise an verdiente Initiativen des Landes, die im Landes-Wettbewerb „Echt gut – Ehrenamt in Baden-Württemberg“ teilnahmen.
Rund 1100 Gruppen und Vereine hatten sich um die Preise in sechs verschiedenen Kategorien beworben – 18 davon durften bei der Gala einen Preis in Empfang nehmen. Unter ihnen war auch der Verein „Lichtblick-TAK“ aus Heilbronn. Die Trauerbegleiter gewannen in der Kategorie „EnBW Ehrenamt Impuls“ den ersten Platz und durften damit einen Scheck in Höhe von 2500 Euro sowie eine Majolika-Trophäe unter großem Applaus in Empfang nehmen.

Engagement „Eine intakte Gesellschaft braucht engagierte Menschen wie jene aus Heilbronn, die den Zusammenhalt stärken und dort helfen, wo staatliche Einrichtungen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen“, sagte Ministerpräsident Oettinger. In diesem Zusammenhag bemerkte er, dass Baden-Württemberg mit über vier Millionen Aktiven das Land des Ehrenamts sei. „Heute wollen wir diesen Menschen Danke sagen, die für andere Vorbilder sind.“
Durch das Programm des Festabends führte SWR-Moderator Markus Brock, der auch das Trauerbegleitprojekt aus Heilbronn dem Publikum näher vorstellte. „Der Verein Lichtblick-TAK aus Heilbronn bietet Beratung für Kinder, Jugendliche und Familien, die mit dem Tod konfrontiert werden. Ziel ist, den Trauernden wieder neue Kraft, Orientierung und Lebensfreude zu vermitteln.“
Die Betreuung geschieht je nach individueller Situation in Gruppen, telefonisch oder im Einzelgespräch. Die Betroffenen haben dabei die Freiheit, im geschützten Raum über ihre Erfahrungen zu sprechen. Lob gab es für die Aktiven aus Heilbronn auch von EnBW-Vorstandsmitglied Dr. Bernhard Beck, der den Preis mit überreichte.

Erfreut über die Ehrung waren die Vereinsvorsitzende Hannelore Weber sowie deren Stellvertreterin Rita Kinner. „Es ist natürlich sehr schön, für seine Tätigkeit so gewürdigt zu werden. Unsere Ambition ist es, Angehörige auf ihrem Weg zu begleiten.“ Das Preisgeld will der Verein jetzt in zusätzliche Projekte investieren.

> Heilbronner Stimme, 17.01.2009

Ehrenamtspreis für „Lichtblick“

HEILBRONN Der Heilbronner Verein „Lichtblick-TAK für trauernde Kinder und Jugendliche“ hat am Freitag einen ersten Preis beim Wettbewerb „Echt gut – Ehrenamt in Baden-Württemberg“ bekommen.
Ministerpräsident Günther H. Oettinger zeichnete im Neuen Schloss jeweils die drei Erstplatzierten in sechs Kategorien aus. Den ersten Preis in der Kategorie „Ehrenamt Impuls“ nahm Vorsitzende Hannelore Weber entgegen: 2500 Euro. Zusätzlich fördert die EnBW Energie Baden-Württemberg TAK zwei Jahre finanziell und fachlich.

Über 26 000 Bürger hatten von Oktober bis Dezember online oder telefonisch abgestimmt, wer „echt gut ist.“

> Heilbronner Stimme, 20.11.2008

Familien unterstützen

Der Verein Lichtblick kümmert sich um die Jüngsten

„Kinder trauern anders“, erklärt Hannelore Weber, die Vorsitzende von Lichtblick-TAK. Seit 2007 gibt es den Verein für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien. „Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, über den verstorbenen Elternteil reden zu können. Darum haben wir vier Gruppen und bieten auch Einzelgespräche an: Vor allem Jugendliche ziehen das Gespräch unter vier Augen vor“, erklärt Hannelore Weber. In den Gruppen, die nicht größer als fünf Teilnehmer sind und sich in der Art des Trauerfalls unterscheiden, lernen die Kinder, wie sie ihre Trauer in ihren Alltag integrieren können und „ihren individuellen Weg finden. Aber auch für Eltern sind wir da, da der Tod eines Kindes den Lebensentwurf zerbrechen lässt,“ so Weber. (tad)

> Evangelisches Gemeindeblatt, 16.11.2008 von Peter Dietrich

Wenn der Schmerz richtig weh tut

Der Verein „Lichtblick-TAK“ hilft trauernden Kindern, Jugendlichen und deren Familien

Heilbronn – Kinder und Jugendliche, die den Tod eines nahe stehenden Menschen betrauern, fühlen sich häufig allein und einsam. Ihnen will der Heilbronner Verein „Lichtblick-TAK e.V.“ für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien helfen. Seine Angebote werden sehr gut angenommen.

„Hier in der Gruppe kann ich über meine Probleme reden, dort kann ich weinen“, schreibt ein Mädchen. „Ich kann mit anderen darüber reden wie es ist, keinen Vater mehr zu haben. Dort habe ich einen festen Platz, wo ich weiß, dass mich alle verstehen.“ Ein anderes Mädchen findet es gut, dass sie mit anderen über den Tod und über seine Gefühle reden kann. Denn sie weiß, „dass die anderen einen nicht auslachen oder hänseln“ und nichts weitererzählen.

„Der Schmerz tut richtig weh, einen Bruder verloren zu haben“, erzählt ein Junge. Er will durch den Besuch der Gruppe nicht mehr so oft weinen oder trauern müssen. „Wenn ich nicht hier wäre, wäre ich nicht mehr, wie ich war“, ergänzt er, „vielleicht sogar auch gar nicht mehr lieb.“
Der Verein „Lichtblick“ bietet nicht nur Gruppentreffen, sondern auch Einzelbegleitung von Kindern und Jugendlichen und deren Eltern an, außerdem Telefonberatung und Gespräche für Erzieher, Schulsozialarbeiter, Lehrer und Beratungsstellen.

Sprunghafte Launen

Der Schwerpunkt liegt bei der Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die einen Elternteil oder ein Geschwisterkind verloren haben, unabhängig wie lange dies her ist. Die Verantwortlichen wollen dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche und deren Mütter und Väter wieder Kraft, Orientierung, Zuversicht und Lebensfreude bekommen.
„Lichtblick“ besteht seit Mai 2006, die Arbeit wurde im März 2007 aufgenommen. Vor der Gründung bemühte sich die Vorsitzende Hannelore Weber um eine kirchliche Anbindung, stieß aber bei ihren Gesprächspartnern auf wenig Resonanz.
Dennoch: Von zehn aktiven Vereinsmitgliedern sind acht in evangelischen Kirchengemeinden beheimatet und aktiv. Seine Arbeit finanziert „Lichtblick“ ausschließlich durch Spenden. Die Räume befinden sich im Heilbronner Bahnhof. Ein Glücksfall, wie Hannelore Weber findet: „Hier können wir laut sein.“
Der Trauerprozess von Kindern, erzählt Weber, sei häufig sprunghaft und unvorhersehbar. Zeiten der Trauer würden durch Spiel und Heiterkeit unterbrochen. Doch plötzlich, durch eine Erinnerung, könne sich ein Kind wieder in der Traurigkeit befinden. Es könne sein, dass ein trauernder Jugendlicher zwischendurch zum Tanz gehe, als sei nichts geschehen. „Er sucht die Balance“, erklärt Weber.

Weil Jugendliche ihre Emotionen den Erwachsenen nicht zeigen wollten, würden sie sich oft zurückziehen. Jedes Kind einer Familie lebe die Trauer ganz unterschiedlich: „Man muss das sehr differenziert sehen.“ Ein Neunjähriger erkenne bereits die Unwiderruflichkeit des Todes. Es müsse Kindern erlaubt werden, ihre Gefühle zu zeigen, und den Verlust in ihr Leben zu integrieren: „Das gehört zu meinem Leben, aber ich darf trotz allem die leichte Seite genießen.“

Der Verein „Lichtblick-TAK“ ist unter Telefon 0700/11 22 44 77 zu erreichen. (12 Cent pro Minute).

> Neckar Express, 05.11.2008 von Tanja Weilemann

Beim „Lichtblick-TAK e.V.“ finden Trauernde Hilfe und Unterstützung

„Liebe und Trauer lebt jeder Mensch anders“

Heilbronn – „Ich komme hierher, weil es mir hier gut geht, weil ich über meine Probleme reden kann, weil ich Fragen stellen kann. Hier kann ich so sein wie ich bin.“ Für Hannelore Weber sind diese Sätze, geschrieben von einem Kind, das seinen Vater verloren hat, das größte Kompliment.

Die Trauernden so akzeptieren wie sie sind

Die ausgebildete Trauerbegleiterin und Gestalttherapeutin ist Vorsitzende des Vereins „Lichtblick für TrAuernde Kinder, Jugendliche und deren Familien“ (kurz: TAK). Mit zehn ehrenamtlichen Helfern ist der Verein seit rund zwei Jahren Anlaufstelle für alle, die sich nach dem Tod eines nahe stehenden Menschen im „geschützten Raum“ aussprechen wollen.
„Ebenso wie jeder Mensch Liebe anders lebt, durchleben wir auch die Trauer ganz unterschiedlich“, sagt Hannelore Weber. Ambivalente Gefühle, ein wahres Chaos an Emotionen kann sich da auftun. Und das ist für den Betroffenen gegenüber anderen nicht leicht zu offenbaren. „Ich finde es toll, mit anderen über den Tod zu reden, wenn man weiß, dass sie einen nicht auslachen“, schrieb ein weiteres Kind auf seinen Zettel.
Gemeinsam mit der Kinderkrankenschwester Rita Kinner ist Hannelore Weber Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche, ebenso wie für Erwachsene. Feste Bürozeiten gibt es nicht, der erste Kontakt erfolgt übers Telefon. „Manche wollen einfach nur eine Frage beantwortet haben, andere möchten an Gesprächsrunden oder an Einzelgesprächen teilhaben.“
Die Tätigkeit der Ehrenamtlichen umfasst aber auch ganz banale Dinge, wie den Schriftverkehr, das Putzen der Räumlichkeiten, die Erstellung einer Internetseite, die gerade in Planung ist. „ Da stößt man schon einmal an seine persönlichen Grenzen“, sagt Hannelore Weber. Wer zu ihr und ihren Mithelfern kommt, muss keinen finanziellen Beitrag leisten, „deshalb sind wir über Mithilfe und Spenden immer dankbar“.

Vier feste Gruppen von Kindern treffen sich derzeit regelmäßig bei „Lichtblick-TAK“, meist im 14-tägigen Rhythmus. Die Gruppen werden nach Alter und nach Art des Verlustes unterteilt. „Wenn ein Kind, das die Mutter verloren hat auf eines trifft, dessen Vater gestorben ist, kann das schnell Ängste hervorrufen, den anderen Elternteil auch noch zu verlieren“, erklärt Hannelore Weber.
Das Eingangsritual mit Kerzen in gemütlicher Sitzrunde ist bei den Treffen immer dasselbe. Dann bestimmen sie selbst, was sie möchten und was nicht. Ob sie über den Tod oder die Schule reden, Musik hören oder lieber kreativ werden. „Die Kinder auszufragen ist tabu“, sagt Hannelore Weber. Schließlich geht es nicht darum, bei ihnen etwas gerade zu rücken, sondern sie darin zu unterstützen, einen individuellen Trauerweg zu finden. „Es hört sich komisch an, aber meist herrscht hier dann eine unbeschreibliche Lebendigkeit.“

Eltern können oft von den Kindern lernen

Was Hannelore Weber häufig feststellt, ist, dass die Eltern von den Kindern lernen. „Erwachsene sind viel stärker in dem Schema gefangen, dem Bild des typischen Trauernden entsprechen zu müssen.“ Deshalb ist es für viele auch schwierig, die Thematik „nach außen“, in den Gesprächskreis zu verlagern und nicht in der Familie zu belassen. Dabei ist das oft ein erster Schritt, um sich wieder neu im Leben zu positionieren.
Hannelore Weber vergleicht das gerne mit einem Mobile, das aus dem Gleichgewicht gerät, wenn ein Teil fehlt. „Wenn nach dem Verlust eines Menschen der Alltag wieder einkehrt, ist doch nichts mehr so wie es war. Und auch die Angehörigen sind nicht mehr die, die sie vorher waren. Die Menschen im Umfeld der Trauernden tun aber häufig so, als wäre alles wie früher“, sagt Hannelore Weber. Besonders wichtig ist es für sie deshalb, dieses Tabu aufzubrechen und Trauernde so zu akzeptieren wie sie sind. „Auf dieser Basis wollen wir ihnen neue Kraft und Orientierung geben. Denn das Leben geht ja weiter.“

Info: Wer sich an den Verein wenden möchte, kann dies unter Telefon 0700/11 22 44 77 (12 Cent pro Minute). Termine können so vereinbart werden. Spenden kann man unter Lichtblick-TAK e.V., Volksbank Heilbronn, BLZ 620 901 00, Kto-Nr. 31 33 31 006.
Unterstützen kann man den Verein auch wie folgt: Lichtblick-TAK e.V. ist beim Wettbewerb „EnBW Ehrenamt Impuls“ mit zehn anderen gemeinnützigen Vereinen in die Endrunde gekommen. Noch bis 15. November kann man für den Verein abstimmen unter Telefon 0180/1010301-67 (3,9 Cent pro Minute – es muss nicht gesprochen werden, allein der Anruf zählt) oder im Internet unter www.echt-gut-bw.de.

> Zappelino, September 2008

Dort kann ich über meine Probleme reden…

Der Verein Lichtblick-TAK unterstützt trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien

Der Verein „Lichtblick-TAK“ für TrAuernde Kinder, Jugendliche und deren Familien e.V. hat die eigentliche Arbeit im März 2007 aufgenommen. Schwerpunkt ist die Begleitung von Kindern und Jugendlichen (und auch deren Eltern/Großeltern), die einen Elternteil oder ein Geschwisterkind durch Tod verloren haben, unabhängig wie lange es her ist.

Kinder und Jugendliche, die den Tod eines nahe stehenden Menschen betrauern, fühlen sich häufig allein und einsam. Oft herrscht in den Familien eine große Sprachlosigkeit vor, weil der Schmerz um den Verstorbenen so furchtbar weh tut! Ziel ist es daher, die Kinder, Jugendlichen und deren Mütter/Väter zu unterstützen und dazu beizutragen, dass sie wieder neue Kraft, Orientierung, Zuversicht und Lebensfreude bekommen.
In diesem – relativ kurzen – Zeitraum wurden die Angebote des Vereins sehr gut angenommen und von verschiedenen Beratungsstellen als eine wichtige Einrichtung gesehen:

Es finden 14-tägig Kleingruppen statt, je nach Art des Verlustes und Alter der Kinder (außer in den Ferien);
Einzelbegleitungen werden gerne von Jugendlichen und deren Eltern angenommen. Weiter werden Telefonberatung sowie Gesprächstermine für Erzieher, Schulsozialarbeiter, Lehrer, Beratungsstellen und natürlich für Betroffene und deren Familienangehörige angeboten. Nach jeder Gruppeneinheit (6 Termine) gibt es ein Elterngespräch, was einen guten Kontakt mit den Familien herstellt.
Im Raum Hohenlohe – Heilbronn – Stuttgart gibt es bis jetzt noch keine vergleichbare Einrichtung, die sich speziell um trauernde Kinder und Jugendliche annimmt.
Da die Arbeit bisher ausschließlich durch Spendengelder finanziert wird, ist der Verein natürlich für jede Unterstützung dankbar. Denn neben den Kosten für Miete und Büromaterialien, Telefon, Bücher, kreative Medien und Materialien für die Gruppen wird künftig für die inhaltliche Arbeit und weitere Räume vermehrt Finanzmittel benötigt.

Spendenkonto: Volksbank Heilbronn, Konto-Nr. 31 33 31 006, BLZ 620 901 00

> Katholisches Sonntagsblatt, 06.07.2008 von Martin Nied

Heilbronner Verein hilft Kindern in Trauer

Begleitung zurück in das eigene Leben

Gerade noch hat Timo fröhlich im Garten mit seinen Kameraden gespielt. Der Achtjährige ist noch ganz aufgedreht, als er die Wohnung betritt. Urplötzlich schlägt die Stimmung um. Timo ist ganz still. Irgendetwas hat ihn an seinen zwei Jahre älteren Bruder Jens erinnert. Jens ist vor eineinhalb Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen. Seither verfällt Timo oft wie aus heiterem Himmel in Trauer. Der Heilbronner Verein Lichtblick – TAK will in solchen Fällen helfen.

Bei Familie L. ist nichts mehr, wie es vorher einmal war. Auch Timos Eltern hat der Verlust ihres Ältesten ein Stück ihres Lebensentwurfs weggenommen. Alle trauern. Mit der Zeit passiert das nicht mehr gleichzeitig mit ihren beiden verbliebenen Kindern. Dann beherrschen sie sich eben, um die beiden Söhne nicht mit der eigenen Trauer zu belasten und ihnen noch mehr Lebensfreude zu nehmen. Umgekehrt versuchen auch die Kinder auf Mutter und Vater Rücksicht zu nehmen - Schonhaltungen macht sich in der Familie breit, bis schließlich niemand mehr weiß, wohin mit der eigenen Trauer.

Trauernde Kinder brauchen Hilfe

Der Heilbronner Verein Lichtblick - TAK e.V. für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien will in solchen Fällen helfen. Als Betroffene hat Rita Kinner erkannt, dass eine Einrichtung für trauernde Kinder wichtig ist. Zusammen mit der Trauerbegleiterin und Gestalttherapeutin Hannelore Weber sowie weiteren Gleichgesinnten hat sie deshalb den Verein gegründet.

Mit anderen über das Geschehene reden

Außer in den Ferien trifft sich Timo im Gebäude des Heilbronner Hauptbahnhofes mit einer Gruppe etwa gleichaltriger Kinder, die ebenfalls ein Geschwister verloren haben. Zu Beginn zündet Timo, wie jedes Kind, eine Schwimmkerze an und legt sie in eine große, mit Wasser gefüllte Glasschale. Für jedes fehlende Kind legen die Anwesenden einen aus buntem Papier ausgeschnittenen Stern neben die Schale. In einem Raum von Nähe und Vertrauern ist auch Timo in der Lage sich zu öffnen. Gemeinsam mit den anderen erinnert er sich an die Verstorbenen. Aber die Kinder bringen auch ihren Alltag mit in die Gruppe ein, erzählen sich gegenseitig aus Schule, Familie und Freizeit. Sie haben jederzeit die Möglichkeit zum Gespräch – untereinander oder mit der betreuenden Person.
So sind sie nicht nur ihren Verstorbenen zugewandt, sondern erfahren, dass es durchaus legitim ist, sich seinem eigenen Leben zu widmen und dieses wieder zu gestalten. Sie sehen, dass sowohl Fröhlichkeit als auch Trauer ihren Platz haben dürfen und dass es nicht verwerflich ist, beides zuzulassen. Alle zwei Wochen trifft sich Timo also an dem Ort, „wo ich so sein kann, wie es mir gerade geht“, wie er einmal seiner Mutter das Ganze erklärt hat.
Für Hannelore Weber immer wieder erstaunlich: „Kinder bewerten nichts. Sie können alles einfach stehen lassen, egal wie außergewöhnlich es klingen mag.“

Auf die Gruppe ist absolut Verlass

Und die Mitglieder einer Gruppe können sich hundertprozentig aufeinander verlassen – nichts dringt nach draußen. „Nicht einmal ihren besten Freunden oder Freundinnen erzählen sie, was in der Gruppe besprochen wird“, weiß die Gestalttherapeutin. So kommt es, dass Hannelore Weber nicht nur von Timos Eltern erstaunt gefragt wurde, was sie mir den Kindern in der Gruppe mache. Denn viele Kinder haben sich im Verlauf der Zeit erstaunlich positiv entwickelt.

INFO Der Verein Lichtblick-TAK e.V. wurde 2006 gegründet. Er hat rund 30 Mitglieder und finanziert sich ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Alle Mitglieder haben für ihr Engagement einen christlichen Hintergrund, wobei der Verein selbst nicht konfessionell gebunden ist. Zurzeit betreuen Hannelore Weber und Rita Kinner drei Gruppen. Diese werden nach Alter, aber auch danach, ob sie Geschwister oder (ein) Eltern(teil) verloren haben, zusammengestellt. Das Angebot ist immer zunächst auf sechs Gruppentermine plus ein Elterngespräch ausgelegt. Bisher aber wollten die Kinder in allen drei Gruppen über diese sechs Termine hinaus zusammenbleiben. So sind die beiden ersten Gruppen seit über einem Jahr zusammen.

Kontakt mit dem Verein kann man unter der Telefonnummer 0700/11224477 aufnehmen.

> Heilbronner Stimme, 23.02.2008 von Sebastian Czub

Reden hilft weiter

Junge Leute ziehen sich oft mit ihren Gefühlen zurück

INTERVIEW Jugendliche trauern nach dem Verlust eines Elternteils oder eines guten Freundes. Wie geht man mit Hilflosigkeit und Trauer um? Hannelore Weber vom Verein Lichtblick hat die Fragen von Sebastian Czub beantwortet.

Trauern Jugendliche und Erwachsene gleich?
Hannelore Weber: Das kann man pauschal nicht beantworten. Jugendliche haben die gleichen Gefühle wie die Erwachsenen, doch gehen sie anders damit um. In ihrer Entwicklungsphase lösen sich die Jugendlichen von ihren Eltern, doch wenn nun ein Elternteil stirbt, so findet diese Trennung sehr abrupt und vor allem nicht von der Seite des Jugendlichen aus statt. Dies führt meist dazu, dass sich die Jugendlichen zurückziehen und weniger Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld, wie Freunde und Familie haben.

Verlieren Jugendliche durch Verlust ihre Zukunftsperspektive?
Weber: Nach einem Tod in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis befinden sich die Jugendlichen sicherlich in einem inneren Chaos. Gerade beim Verlust eines Elternteils stellen die Jugendlichen fest, dass sie den Vater oder die Mutter doch länger gebraucht hätten, als sie wohl dachten. Die Jugendlichen müssen versuchen, ihren Alltag wieder auf die Reihe zu bekommen. Wie die Jugendlichen genau damit umgehen, ist abhängig von der persönlichen Biographie, den Nöten und Ängsten, aber auch den Problemen in der Schule oder Ausbildung.

Zeigen alle Jugendlichen, dass sie sich innerlich verletzt fühlen oder „verschlucken“ das viele?
Weber: Dass Jugendliche trauern ist meist schwer zu erkennen. Dennoch zeigen es Mädchen viel deutlicher. Sie scheuen sich nicht, anders als die Männer, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen – zum Beispiel durch Tränen. Männer gehen sehr kopflastig mit diesem Thema um.

Wie können junge Leute wieder neuen Mut gewinnen?
Weber: Zuerst einmal sollte jeder in der eigenen Familie darüber sprechen. Das Thema nicht anzusprechen, um zu verhindern, dass andere daran erinnert werden, ist auf jeden Fall falsch. Viele Jugendliche denken so und vermeiden, über den Tod zu sprechen. In der Behandlung im Verein Lichtblick wird viel über die persönliche Beziehung zur verstorbenen Person gesprochen. Erst wenn sich der Betroffene ein Bild aus guten und schlechten Erinnerungen an den Verstorbenen machen kann, hat er den Verlust überwunden. Der Beginn der Trauer ist immer gleich, der lange Weg der Genesung ist bei jedem anders. Kontakt hilft, Alkohol und Medikamente nicht.

INFO Verein Lichtblick, Telefon: 0700/11224477

> Heilbronner Stimme, 26.11.2007 von Katja Feiler

„Trauer ist wie Liebe, bei jedem anders“

HEILBRONN Der Verein Lichtblick ist für betroffene Kinder und Jugendliche da

Der gestrige Totensonntag ist dem Andenken an die Verstorbenen gedacht. Akut Trauernde brauchen einen solchen offiziellen Gedenktag nicht. Sie stecken mitten drin. Ihr Leben wird von Trauer bestimmt. „Das ist gut so, das muss so sein“, sagt Hannelore Weber, Erzieherin, Trauerberaterin und Gestalttherapeutin. Die Vorsitzende des Vereins Lichtblick für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien informierte Interessierte in der AOK Heilbronn über die Angebote des Vereins. Seit Mai vergangenen Jahres bietet der Verein Lichtblick in Einzelgesprächen und Gruppen Hilfe für Eltern, Erzieher und vor allem betroffene Kinder und Jugendliche an.
„Trauer ist wie Liebe, bei jedem anders.“ Das zu wissen sei wichtig, erklärte Hannelore Weber den Zuhörern, die teilweise noch ganz aktuell von einem Trauerfall betroffen sind. Kindern jedoch werde immer wieder abgesprochen, trauern zu können. „Denn sie sind ja fröhlich und spielen und singen.“ Doch die Trauer zu verarbeiten, ist schon für die Jüngsten wichtig. „Trauer ist eine Wunde. Wenn sie zur Narbe werden kann, hat man viel geleistet. Aber auch eine Narbe kann immer wieder wehtun“, ist Weber realistisch. Deshalb müsse jeder lernen, mit diesem „schlimmsten Ereignis, das einem überhaupt passieren kann“, zurechtzukommen.

Seit März treffen sich Kinder der zweiten bis siebten Klasse in den Räumen des Vereins im Heilbronner Bahnhof. „Wir stellen die Gruppen danach zusammen, wen die Kinder verloren haben.“ Eine Gruppe umfasst maximal sieben Kinder.
„Ich höre immer wieder: Bei euch geht es ja bestimmt traurig zu. Gar nicht.“ Die Trauerbegleiterin und ihre Kollegin spielen und basteln mit den Kindern. Wer mag, darf einen Gegenstand des Verstorbenen mitbringen. „Ein Kind hat zum Beispiel den Schlafanzug des Vaters mitgebracht. Andere Socken oder ein Bild.“ Weber: „Damit Heilung geschehen kann, muss man trauern.“ Kinder seien dabei viel offener als Erwachsene. „Kinder be- oder verurteilen nichts. Wenn sie Vertrauen gefasst haben, reden sei ganz offen über alles.“
Doch wie trauern Jugendliche? Ab der Pubertät trauern junge Menschen genauso wie Erwachsene. Doch Eltern und Freunde haben oft das Gefühl, nicht an sie heranzukommen. Deshalb rät Hannelore Weber: „Bleiben Sie im Gespräch. Begleiten heißt mitgehen und der Trauernde muss sagen, wo es lang gehen soll.“ Jugendliche nutzen vor allem das Angebot des Vereins, in Einzelgesprächen für Trauernde da zu sein.

INFO Verein Lichtblick, Bahnhofstraße 30, 74072 Heilbronn, Telefonnummer 0700/11 22 44 77. Ist keiner da, wird zurückgerufen.

> Heilbronner Stimme, 30.10.07

Kiwanis spendet für Lichtblick

NECKARSULM Der Kiwanis Club Neckarsulm hat im Rahmen seiner Hilfen für Kinder und Jugendliche dem Verein „Lichtblick für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien, Heilbronn“, an die Vereinsvorsitzende Hannelore Weber eine Spende in Höhe von 2400 Euro überreicht. Der Verein „Lichtblick“ begleitet seit März dieses Jahres Kinder und Jugendliche, die einen lieben Menschen verloren haben, in ihrer Trauer. Erfahrene Therapeutinnen bieten Gespräche an und helfen damit diesen jungen Menschen, mit ihrer Trauer umzugehen, sie zu bewältigen und sich anderen gegenüber wieder zu öffnen. Die Repräsentanten des Kiwanis Club Neckarsulm Karlheinz Gerlach und Thomas Gustav Kenngott zeigten sich von dem Engagement des Vereins tief beeindruckt. „Die Neckarsulmer Kiwanier fördern im Rahmen ihrer durch Veranstaltungen und ehrenamtlichen Einsatz erzielten finanziellen Mittel schwerpunktmäßig Projekte für Kinder und Jugendliche“, führte Karlheinz Gerlach aus. Mit der Spende für den Lichtblick e.V. ist es diesem möglich gewesen, einen weiteren Raum im Bahnhofsgebäude in Heilbronn anzumieten, zu renovieren, zu möblieren und so die räumlichen Voraussetzungen erheblich zu verbessern.

> Bietigheimer Zeitung, 20.10.2007

FAMILIENTAG / Kleiner Obolus mit großer Wirkung

Spende für Lichtblicke

Bei der Firma ZF Lenksysteme fand im Werk Bietigheim-Bissingen vor kurzem ein Familientag statt. Dabei kamen rund 1000 Euro zusammen.

BIETIGHEIM-BISSINGEN Der Familientag war für die Mitarbeiter, aber in erster Linie für deren Angehörigen gedacht. Neben einem Werksrundgang waren verschiedene Attraktionen wie Fahrzeugausstellung, Torwandschießen, Hüpfburg und Oldtimerrundfahrten vorbereitet. An allen Stationen musste ein kleiner Betrag zur Unterstützung einer sozialen Einrichtung bezahlt werden. Neben den Fachbereichen war auch die Ausbildungsabteilung mit großem Engagement dabei. So kam bei dem ZF-Familientag eine stattliche Summe von fast 1000 Euro zusammen, die von der Werkleitung auf insgesamt 1250 Euro „aufgerundet“ wurde.
Dieser Betrag geht jetzt als Spende an den Verein Lichtblick für trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien in Heilbronn. Der Schwerpunkt dieses Vereins ist die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die einen Elternteil oder ein Geschwisterkind durch Tod verloren haben.

> Heilbronner Stimme, Juni 2007

Kiwanis-Club hilft Kindern

Möckmühl Der Verein „Lichtblick-TAK“ für Trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien in Heilbronn ist bei seiner Arbeit ausschließlich auf Spenden angewiesen. Bei einem Treffen des Kiwanis-Clubs Möckmühl informierte die Vorsitzende Hannelore Weber über den Verein. Vom Kiwanis-Club Möckmühl gab es nun eine Spende von 1000 Euro. Von dem Geld schafft Lichtblick-TAK Orffsche Instrumente und einen CD-Spieler an, die für die Gruppenarbeit mit den Kindern benötigt werden. Ziel des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen, die Eltern oder Geschwister durch Tod verloren haben, zu unterstützen und dazu beizutragen, dass sie neue Orientierung finden.

> Heilbronner Stimme, 14.03.2007

Ein „Lichtblick“ in dunklen Stunden

Verein hilft trauernden Kindern und Jugendlichen

HEILBRONN Es gibt ein neues Gesicht in der Heilbronner Vereinslandschaft. Der Verein Lichtblick-TAK hat sich die Hilfe für trauernde Kinder und Jugendliche auf die Fahnen geschrieben. Jetzt stellte er sich in der Heilbronner AOK vor.
„Unser Verein möchte trauernden Kindern einen Lichtblick geben und sie unterstützen, damit sie offen und zuversichtlich ihren Lebensweg gehen können“, so Vorsitzende Hannelore Weber. Kinder trauern anders als Erwachsene, deshalb müsse Trauerarbeit für Kinder anders sein.

Rita Kinner und Melanie Moser berichteten, wie sie zur Mitarbeit im Verein kamen:
Kinner sprach als betroffene Mutter, deren Kinder vier und sechs Jahre alt waren, als der Ehemann und Vater plötzlich verstarb. Melanie Moser repräsentiert im Verein die Generation der jungen Erwachsenen.
Die 31-jährige verlor vor elf Jahren ihre Eltern durch einen Flugzeugabsturz: „Meine drei Geschwister und ich wurden von einem Augenblick auf den anderen zu Vollwaisen. Neben meiner eigenen Trauer musste ich mich vor allem um meinen jüngsten Bruder kümmern.“
Obwohl beide durch Verwandte und Freunde Unterstützung erfuhren, sehen sie es als dringend nötig an, die Trauer auch in Gruppen mit professioneller Begleitung aufarbeiten zu können.
Seit Januar hat der Verein inzwischen einen Raum in der Heilbronner Bahnhofstraße 30 gemietet. Ermöglicht hat dies die materielle Unterstützung von Bettina Würth, der Vorsitzenden des Beirats der Würth-Gruppe in Künzelsau. (red)

Verein Lichtblick-TAK e.V. für Trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien, Bahnhofstraße 30 in Heilbronn, Telefon 0700/11 22 44 77 (12 Cent pro Minute).

> Echo, 14.03.2007

Lichtblicke für trauernde Kinder

EIN NEUES GESICHT gibt es in der Heilbronner Vereinslandschaft. Der Verein Lichtblick-TAK hat sich die Hilfe für trauernde Kinder und Jugendliche auf die Fahnen geschrieben und stellte sich jetzt in der AOK Heilbronn der Öffentlichkeit vor. Die Vereinsvorsitzende Hannelore Weber erklärte: „Unser Name ist Programm: Wir wollen den Kindern einen ‚Lichtblick’ geben und sie unterstützen, damit sie offen und zuversichtlich ihren Lebensweg gehen. TAK leitet sich ab von ‚TrAuernde Kinder’.“

BEI DER VORSTELLUNG der Gruppenangebote für trauernde Kinder und Jugendliche betonte Weber, dass die Gruppen zwar einen therapeutischen Ansatz haben, aber keine Therapie sind. „Kinder und Jugendliche verhalten sich in ihrer Trauer ganz anders als Erwachsene. Bei Kindern zeigt sich oft ein schneller Wechsel der Gefühle von ‚himmelhoch jauchzend’ bis ‚zu Tode betrübt’. Jugendliche ziehen sich dagegen eher zurück.“ Trauerarbeit für Kinder müsse daher anders angegangen werden als für Erwachsene.

ALS BETROFFENE berichteten die beiden Vereinsmitglieder Rita Kinner und Melanie Moser, wie sie zur Mitarbeit im Verein kamen: Rita Kinner sprach als Mutter, deren Kinder vier und sechs Jahre alt waren, als der Ehemann und Vater plötzlich verstarb. Nur durch persönliches Bemühen konnte sie für ihre Kinder Hilfe finden. „Ich hätte mir eine Trauergruppe für meine Kinder gewünscht, ähnlich, wie es sie für Erwachsene schon gibt.“ Melanie Moser repräsentierte die Generation der jungen Erwachsenen. Die 31-jährige verlor vor elf Jahren ihre Eltern durch einen Flugzeugabsturz: „Meine drei Geschwister und ich wurden von einem Augenblick auf den anderen zu Vollwaisen. Neben meiner eigenen Trauer musste ich mich vor allem um meinen jüngsten Bruder kümmern.“

OBWOHL beide Betroffene durch Verwandte und Freunde Unterstützung erfuhren, sehen sie es als dringend nötig an, die Trauer auch in Gruppen mit professioneller Begleitung aufarbeiten zu können: „Wir wollen, dass trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien Unterstützung bekommen, damit sie wieder neue Kraft und Orientierung gewinnen.“

SEIT JANUAR 2007 hat der Verein einen Raum in der Heilbronner Bahnhofstraße 30 gemietet. Ermöglicht hat das die materielle Unterstützung der Hauptsponsorin Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe in Künzelsau. Weber betonte: „Nur durch sie konnten wir die Arbeit überhaupt beginnen.“ Heilbronn wurde als Sitz gewählt, weil es auch für Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis gut erreichbar ist. (eo)

Verein Lichtblick-TAK e.V. für Trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien, Bahnhofstraße 30, 74072 Heilbronn, Telefon 0700/11 22 44 77 (12 Cent pro Minute).

> Heilbronner Stimme, 10.01.2006 von Ulrike Bauer

Kinder trauern anders und länger um Angehörige

HEILBRONN Der Verein Lichtblick bietet ab dem Frühjahr Gesprächsgruppen für junge Trauernde an

Kinder trauern genauso intensiv wie Erwachsene. Nur anders und länger, sagt Hannelore Weber. Die ausgebildete Trauerbegleiterin und Gestalttherapeutin aus Neuenstadt hat mit anderen Menschen, die beruflich mit trauernden Kindern zu tun haben, im März einen gemeinnützigen Verein gegründet. „Lichtblick“ heißt er oder TAK. Das steht für die Zielgruppe trauernde Kinder, Jugendliche und deren Familien.
Wer mangels Gelegenheit und fehlendem Verständnis seiner Umwelt nicht über seine Trauer und seine Gefühle sprechen kann, trauert länger und erfährt zusätzliches tiefes Leid, davon ist Weber überzeugt. Viele Frauen, die ihren Mann verloren haben und nicht darüber hinweg kamen, haben bei ihr Trauerseminare belegt. Von den Müttern in diesen Gruppen erfuhr sie, wie schlimm es ist, wenn sie ihren trauernden Kindern nicht helfen können. Das war der Anstoß für die Vereinsgründung.

Einen Ort, an dem man über seine Trauer und seine Gefühle offen in einem geschützten Rahmen reden kann, hat „Lichtblick“ schon gefunden: in der Bahnhofstraße 30 in Heilbronn. Dort will Hannelore Weber baldmöglichst Gesprächsgruppen anbieten: für Kinder oder Jugendliche, die entweder einen Elternteil oder ein Geschwisterkind durch Tod verloren haben. Dort soll aber nicht nur getrauert und geweint werden. „Wir wollen mit den Kindern auch Dinge tun, die Spaß machen und ihnen ihre Lebensfreude wiedergeben.“
Je nach Alter trauern Kinder anders, erklärt sie. Schon ein Kleinkind spürt die veränderte Atmosphäre in der Familie und leidet darunter: Die Leichtigkeit und Fröhlichkeit früherer Tage ist einer dumpfen Schwere gewichen. Grundschulkinder spüren, dass sich mit dem Tod zum Beispiel des Vaters alles verändert hat: Die Mutter ist traurig, es gibt finanzielle Sorgen, womöglich muss man umziehen. Jugendlichen gelingt es meist, ihre Trauer geschickt zu verbergen, trotzdem steckt hinter dieser scheinbar coolen Maske tiefes Leid. Ein Signal für Trauer ist zum Beispiel, wenn Kinder oder Jugendliche plötzlich ganz still und zurückhaltend oder im Gegenteil sehr aufgedreht sind oder in ihren schulischen Leistungen nachlassen.

Nicht nur für trauernde Kinder und Jugendliche fühlt sich der Verein zuständig: Auch Familienangehörige, Erzieher, Lehrer und Sozialarbeiter können sich Rat holen, wenn sie nicht wissen, wie sie mit einem trauernden Kind umgehen sollen. Denn das Schlimmste, was einem trauernden jungen Menschen widerfahren kann ist, wenn alle so tun, als ob nichts passiert wäre – weil sie nicht wissen, wie sie mit dem Schmerz des Anderen umgehen sollen.

Hannelore Weber hat sich in den vergangenen Jahren viel mit Hospizarbeit beschäftigt, jetzt möchte sie sich den trauernden Hinterbliebenen widmen. Ein erstes Informationstreffen für alle, die ihr Kind gern in eine solche Gesprächsgruppe schicken möchten, ist am Freitag, 16. Februar, 20 Uhr, in der Bahnhofstraße. Das Gruppenangebot (sechsmal alle zwei Wochen) ist kostenlos.

INFO Der Verein Lichtblick und seine Vorsitzende Hannelore Weber sind telefonisch unter 0700/11 22 44 77 (12 Cent pro Minute) zu erreichen. Sitz des Vereins ist in der Bahnhofstraße 30 in 74072 Heilbronn.